Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist eine sehr alte Therapieform. Hierzu wird der medizinische Blutegel - Hirudo medicinalis verwendet. Der Name Egel kommt übrigens nicht von dem Wort "Ekel", sondern von "Echis" - kleine Schlange!

 

Bei dieser Therapie macht man sich die Wirkung der Enzyme zunutze, die der Egel mit dem Saugvorgang abgibt. Das bekannteste Enzym ist das Hirudin. Es bewirkt eine schnelle Gerinnungshemmung des Blutes und damit eine bessere Durchblutung. Weitere Enzyme sorgen für eine Entzündungshemmung, Lymphstrombeschleunigung und dadurch Abtransport von Entzündungsschlacken. So wird eine Schmerzlinderung erreicht

 

Durchführung einer Blutegelbehandlung: Die Bissstelle wird vorbereitet, indem die Haare in ca. 1-Ct.-Stück-Größe abrasiert werden. Der Egel saugt sich fest und ritzt mit seinen Kiefern eine kleine Stelle in die Haut.

 

Dieses fühlt sich an wie ein feiner Nadelstich. Ein Egel saugt zwischen einer halben und einer Stunde. Dann lässt er selbstständig los. Es kommt zu einer Nachblutung, die ca. drei bis sechs Stunden dauern kann. Eine Wundversorgung ist aufgrund der antibakteriellen Eigenschaften des Egelspeichels nicht nötig.